Typical intellectual engagement and achievement in math and the sciences in secondary education

LAIDReference. Schroeders, U., Schipolowski, S., & Böhme, K. (2015). Typical intellectual engagement and achievement in math and the sciences in secondary education. Learning and Individual Differences, 43, 31–38. doi:10.1016/j.lindif.2015.08.030

Abstract. Typical Intellectual Engagement (TIE) is considered a key trait in explaining individual differences in educational achievement in advanced academic or professional settings. Research in secondary education, however, has focused on cognitive and conative factors rather than personality. In the present large-scale study, we investigated the relation between TIE and achievement tests in math and science in Grade 9. A three-dimensional model (reading, contemplation, intellectual curiosity) provided high theoretical plausibility and satisfactory model fit. We quantified the predictive power of TIE with hierarchical regression models. After controlling for gender, migration background, and socioeconomic status, TIE contributed substantially to the explanation of math and science achievement. However, this effect almost disappeared after fluid intelligence and interest were added into the model. Thus,we found only limited support for the significance of TIE on educational achievement, at least for subjects more strongly relying on fluid abilities such as math and science.

Comment. You can also see the slides of a talk I will give on 14th September the „Fachgruppentagung Pädagogische Psychologie“ in Kassel:
TIE-PAEPS15-2015-09-04

IQB-Ländervergleich 2012

IQB-Ländervergleich 2012Reference. Pant, H. A., Stanat, P., Schroeders, U., Roppelt, A., Siegle, T., & Pöhlmann, C. (Hrsg.) (2013). IQB-Ländervergleich 2012. Mathematische und naturwissenschaftliche Kompetenzen am Ende der Sekundarstufe I. Münster: Waxmann.

Abstract. In diesem Band wird über den dritten Ländervergleich des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) berichtet. Im Fach Mathematik und in den naturwissenschaftlichen Fächern Biologie, Chemie und Physik werden die Kompetenzstände verglichen, die in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland von Schülerinnen und Schülern der 9. Jahrgangsstufe im Jahr 2012 erreicht wurden. Die IQB-Ländervergleichsstudien überprüfen, inwieweit in den Ländern die mit den länderübergreifenden Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz gesetzten Ziele erreicht werden. Sie ersetzen im Bereich der Sekundarstufe I die nationalen PISA-Ergänzungsstudien, in denen zuletzt 2006 mathematische und naturwissenschaftliche Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in den Ländern Deutschlands verglichen wurden.
Neben der Untersuchung der mathematischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen werden in diesem Bericht auch die geschlechtsbezogenen, sozialen und zuwanderungsbedingten Disparitäten analysiert. Ergänzend werden Befunde zu Unterrichtszeiten in den naturwissenschaftlichen Fächern, zu Lehrkräften in Mathematik und den Naturwissenschaften sowie zu motivationalen Schülermerkmalen berichtet. Im Fokus der Studie stehen jedoch die mathematischen Kompetenzen insgesamt und differenziert nach den fünf inhaltlichen Leitideen sowie in den naturwissenschaftlichen Fächern die Kompetenzbereiche Fachwissen und Erkenntnisgewinnung. Die repräsentative Erhebung für den Ländervergleich 2012 fand an 1326 Schulen aus allen 16 Ländern der Bundesrepublik Deutschland statt.

Der vollständige Bericht zum Ländervergleich 2012 sowie eine Zusammenfassung können von den Seiten des IQBs heruntergeladen werden.

Kritik am Diskrepanzkriterium in der Diagnostik von Legasthenie und Dyskalkulie

Cover Lernen und LernstoerungenReference. Ehlert, A., Schroeders, U., & Fritz-Stratmann, A. (2012). Kritik am Diskrepanzkriterium in der Diagnostik von Legasthenie und Dyskalkulie. Lernen und Lernstörungen, 1, 169–184. doi: 10.1024/2235-0977/a000018

Abstract. Laut den beiden großen internationalen Klassifikationssystemen psychischer Störungen, ICD-10 und DSM-IV-TR, muss zur Diagnose einer Dyskalkulie oder Legasthenie u. a. eine Diskrepanz zwischen der auf Grund allgemeiner kognitiver Leistung zu erwartenden und der tatsächlichen Rechenleistung vorliegen. Im ersten Teil dieses Beitrags soll die national und international geäußerte Kritik zu inhaltlichen und methodischen Schwächen aufgegriffen und gebündelt diskutiert werden. Die Annahme einer Diskrepanz impliziert auch, dass sich rechenschwache Kinder, deren Rechenleistung zusätzlich das Diskrepanzkriterium erfüllt, von anderen rechenschwachen Kindern abgrenzen lassen. Um diese Vorstellung zu entkräften, soll in einem zweiten Schritt empirisch überprüft werden, inwiefern eine auf der Diskrepanz zwischen erwarteter und gemessener Rechenleistung basierende Gruppenzuordnung künstlich oder gerechtfertigt ist. Dazu wurden die rechenschwachen Kinder einer geschichteten Stichprobe bestehend aus 458 Kindern zwei Gruppen zugewiesen: Die Kinder der ersten Gruppe zeigen schwache Rechenleistungen in einem curricular orientierten Rechentest und schneiden auch schlechter ab als auf Grund eines Intelligenztests zu erwarten wäre. Die rechenschwachen Kinder der zweiten Gruppe erfüllen das Diskrepanzkriterium hingegen nicht. Die beiden Gruppen werden hinsichtlich ihres Verständnisses mathematischer Konzepte mit Hilfe eines kriterienorientierten Tests, der auf dem mathematischen Kompetenzstufenmodell von Fritz und Ricken (2008) beruht (Fritz, Ricken, Balzer, Leutner & Willmes, 2012), miteinander verglichen. Es zeigt sich, dass die Kinder der beiden rechenschwachen Gruppen über dieselben mathematischen Konzepte verfügen. Deswegen legen sowohl die wissenschaftlich-theoretische Diskussion als auch die Ergebnisse der empirischen Studie den Schluss nahe, dass die Verwendung eines Diskrepanzkriteriums in der Diagnostik einer Teilleistungsschwäche fraglich ist und durch eine kriterienorientierte Diagnostik, die auf basale numerische Grundfähigkeiten fokussiert, ersetzt werden sollte.

TeDDy-PC. Test zur Diagnose von Dyskalkulie

TeDDy-PC. Test zur Diagnose von DyskalkulieReference. Schroeders, U. & Schneider, W. (2008). TeDDy-PC. Test zur Diagnose von Dyskalkulie. Hogrefe: Göttingen.

Theoretische Grundlagen
TeDDy-PC dient der Überprüfung mathematischer Kompetenzen im Verlauf der gesamten Grundschulzeit beginnend ab dem Ende der 1. Jahrgangsstufe. Das Verfahren kann im Rahmen der Dyskalkuliediagnose und bei der Feststellung von Hochbegabung im mathematischen Bereich eingesetzt werden. Die Auswahl der Untertests der Testreihe orientiert sich an dem neurobiologischen Triple-Code-Modell zur Entstehung von Rechenschwäche [zotpressInText item=“{VX3KFBDN}“].

Testaufbau und -durchführung
TeDDy-PC ist ein computergestützes Testverfahren, was in der Aufgabendarbietung, der Auswertung und Berichterstellung einige Vorteile gegenüber klassischen Papier-Stift-Verfahren bietet [zotpressInText item=“{HIC2UTEK}“]. Das Aufgabenspektrum reicht von den Grundrechenarten über das Erkennen geometrischer Figuren bis hin zu kurzen Sachaufgaben und ist mit den Unterrichtsinhalten der jeweiligen Klassenstufe abgestimmt. TeDDy-PC ist als Computertest prinzipiell ein Einzeltest, kann jedoch auch in kleinen Gruppen durchgeführt werden. Die Bearbeitungsdauer beträgt 25 ± 5 Minuten.

Auswertung
Das Programm erhebt zusätzlich zur Korrektheit der Beantwortung auch die Dauer Aufgabenbeantwortung, die als weiterer Indikator zur Leistungsbeurteilung herangezogen werden kann. Neben einer globalen Einordnung des Testgesamtwerts, gibt TeDDy-PC im Rahmen einer Profilanalyse Auskunft über Stärken und Schwächen auf Untertestebene. Wegen der automatisierten Gutachtenerstellung und graphischen Ergebnisdarstellung erleichtert das Verfahren das Schreiben von Gutachten.

Gütekriterien
Objektivität. Durchführungs- und Auswertungsobjektivität sind in hohem Maß verwirklicht, weil zum einen die Instruktionen und Aufgaben standardisiert vorgegeben werden, zum anderen die Lösungen vom Computer registriert und beurteilt werden. Die Auswertungsroutine beinhaltet nach transparenten Regeln gestaltete Interpretationsvorschläge.
Reliabilität. Die interne Konsistenz der Gesamttests kann mit rtt = .940 für die 1. Klasse (N = 269), rtt = .934 für die 2. Klasse (N = 265) und rtt = .924 für die 3. Klasse (N = 261) als hoch eingestuft werden [zotpressInText item=“{2PFTQF6R}“].
Validität. Lehrplanvalidität wurde bei der Testkonstruktion intendiert, da die Lehrpläne aller deutschen Bundesländer zu Grunde lagen. Die Korrelationen der TeDDy-PC-Gesamtwerte mit dem Außenkriterium Mathematiknote reichen je nach Klassenstufe von rct = -.55 bis rct = -.66. Die Korrelationen der TeDDy-PC-Gesamtwerte mit dem für die jeweilige Klassenstufe entwickelten Test der DEMAT-Reihe liegen auf manifester Ebene zwischen rkt = .57 und rkt = .62.
Normierung. Für die Normierung wurden die Daten von insgesamt 795 Kindern (pro Klassenstufe ca. 265) aus drei deutschen Bundesländern herangezogen (Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen). Bei der Auswahl der Eichstichprobe wurde auf eine heterogene Zusammensetzung geachtet.

Zusammenfassung
Die Handhabung des Computerprogramms gelingt den Kindern problemlos und bereitet ihnen auf Grund des spielerischen Charakters großen Spaß. TeDDy-PC ermöglicht einen schnellen Überblick über spezifische Stärken und Schwächen der Schüler im Verlauf der Grundschulzeit. Die automatisierten Gutachtenerstellung und graphische Ergebnisdarstellung erleichtert das Schreiben von Gutachten.

Sie können eine Demoversion von TeDDy-PC herunterladen, um sich einen ersten Eindruck vom Aufbau, der Bedienung und dem Funktionsumfang des Programms zu machen. Weitere Informationen finden Sie auf der Projekthomepage unter https://www.teddy-pc.de/


[zotpressInTextBib style=“apa“ sortby=“author“ sort=“ASC“ item=“2PFTQF6R“]