Projekte

Kognitive Grundfähigkeit, deklaratives Wissen und leistungsrelevante Präferenzen als Determinanten des Ausbildungserfolgs

ein Teilprojekt des Netzwerk Bildungsforschung
gefördert durch: Baden-Württemberg-Stiftung

Logo Netzwerk BildungsforschungBerufliche Kompetenzen können vorhergesagt werden durch kognitive Grundfähigkeit, deklaratives und bereichsspezifisches Wissen, berufsbezogene Interessen und Persönlichkeitsdimensionen, die Präferenzen typischen Verhaltens abbilden. Der interindividuelle Ausbildungserfolg sollte in den unterschiedlichen Phasen der Ausbildung ebenfalls von Faktoren wie der kognitiven Grundfähigkeit, der Gewissenhaftigkeit und dem typischen intellektuellen Engagement sowie der Interessenkongruenz abhängen.

Zur Klärung der Vorhersagekraft der Prädiktorklassen sollen in einem querschnittlichen Mehrkohortendesign auf der Grundlage latenter Variablen nicht nur bi- und multivariate Zusammenhänge betrachtet, sondern auch zentrale personenseitige Dispositionen als Determinanten des Ausbildungserfolgs untersucht werden. Dabei interessieren wir uns besonders für Prädiktoren individueller Unterschiede in Status und Profil. Der Vergleich unterschiedlicher Personengruppen in disparaten Ausbildungsberufen erlaubt zudem – bei simultaner Prüfung in Multigruppenmodellen – die konzeptuelle Replikation von Befundmustern. Wir planen deshalb, Ausbildungsgänge in den Bereichen Gesundheit (Gesundheits- und Krankenpflegerin/ -pfleger), Wirtschaft (Bürokauffrau/ Bürokaufmann) und Technik (Fachinformatikerin/ Fachinformatiker) in die Studie einzuschließen. In diesen Ausbildungsgängen soll spezifischen Kongruenz- und Profilfragestellungen nachgegangen werden.

Beteiligte Personen

  • Projektleitung: Prof. Dr. Oliver Wilhelm (Universität Ulm) & Prof. Dr. Ulrich Schroeders;
    Anne Möhring (Universität Ulm)
  • Prof. Dr. Ulrich Trautwein (Universität Tübingen): Koordination Netzwerkeinbindung
  • Prof. Dr. Hans-Anand Pant & Prof. Dr. Petra Stanat (IQB): Bildungsstandardaufgaben
  • Prof. Philip Ackerman, Ph.D. (Georgia Institute of Technology): Trait Komplexe
  • Dr. Nicolas Sander (Bundesagentur für Arbeit): Tätigkeitsanforderungen
  • Prof. Dr. Olaf Köller & Prof. Dr. Gabriel Nagy (Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften): Profilanalysen & Ausbildungsleistungen

Berliner Test zur Erfassung fluider und kristalliner Intelligenz (BEFKI)

gefördert durch: Hogrefe-Verlag

BEFKI 8-10Der Berliner Test zur Erfassung fluider und kristalliner Intelligenz (BEFKI) ist ein theoretisch fundierter Intelligenztest zur Erfassung zentraler kognitiver Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern in der gesamten Sekundarschulzeit. Die Testreihe besteht aus drei jahrgangsspezifischen Tests: BEFKI 5-7, BEFKI 8-10 und BEFKI 11+. Jeder Test besteht aus insgesamt vier Untertests, davon drei Untertests zum Schlussfolgernden Denken (gf) und ein Untertest zum Allgemeinwissen (gc). Die drei Untertests zum Schlussfolgernden Denken bestehen aus jeweils 16 Items, wobei ein Untertest verbale Aspekte der fluiden Intelligenz erfasst (gfv), einer numerische Aspekte (gfn) und einer figurale Aspekte (gff). Der Untertest zum Allgemeinwissen enthält insgesamt 64 Items zur Erfassung deklarativen Wissens in 16 Themengebieten (z.B. Geschichte, Physik, Kunst). Die 16 Wissensbereiche lassen sich den drei großen Domänen Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften und Sozialwissenschaften zuordnen. Es liegen jahrgangs- und geschlechtsspezifische Prozentränge und Z-Werte auf der Basis einer Stichprobe von insgesamt 5.708 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 8 bis 10 vor. Für die Klassenstufen 9 und 10 stehen schulartspezifische Normen (Gymnasium versus nicht-gymnasiale Bildungsgänge) zur Verfügung. Weiter Informationen zur Testkonstruktion, Reliabilität und Validität finden Sie auf den entsprechenden Seiten des Hogrefe-Verlags.

Beteiligte Personen

  • Prof. Dr. Oliver Wilhelm (Universität Ulm)
  • Prof. Dr. Ulrich Schroeders
  • Dr. Stefan Schipolowski (IQB)

Test zur Diagnose von Dyskalkulie (TeDDy-PC)

gefördert durch: Hogrefe-Verlag

TeDDy-PCDer Test zur Diagnose von Dyskalkulie (TeDDy-PC) ist ein computergestütztes Messinstrument zur Überprüfung mathematischer Kompetenzen im Verlauf der gesamten Grundschulzeit. Das Verfahren kann im Rahmen der Dyskalkuliediagnose und der Feststellung von Hochbegabung im mathematischen Bereich eingesetzt werden. Das Aufgabenspektrum reicht von den Grundrechenarten über das Erkennen geometrischer Figuren bis hin zu kurzen Sachaufgaben und ist auf die Unterrichtsinhalte der jeweiligen Klassenstufe zugeschnitten. Die Bearbeitungsdauer beträgt 25 ± 5 Minuten. Neben einer globalen Einordnung des Testgesamtwerts, gibt TeDDy-PC im Rahmen eines Stärke-Schwächen-Profil Auskunft über Stärken und Schwächen auf Untertestebene. Für die Normierung wurden die Daten von insgesamt 795 Schülerinnen und Schülern (pro Klassenstufe ca. 265) aus drei deutschen Bundesländern herangezogen (Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen). Detaillierte Angaben zur Objektivität, Reliabilität und Validität finden Sie auf der Projekthomepage.

Beteiligte Personen

  • Prof. Dr. Ulrich Schroeders
  • Prof. Dr. Wolfgang Schneider (Universität Würzburg)